Ziel des Gesetzgebers im Rahmen der WEG-Reform ist es zum einen, deutlicher zu machen, was maßgeblicher Gegenstand des Beschlusses über die Jahresabrechnung ist. Zum anderen soll die Zahl der Anfechtungsklagen gegen Jahresabrechnungsbeschlüsse dadurch gesenkt werden, dass das Abrechnungswerk selbst nicht mehr Gegenstand des Beschlusses über die Jahresabrechnung ist, sondern nur noch die sich ergebende endgültige Beitragspflicht. Die Anforderungen an eine ordnungsmäßige Jahresabrechnung werden insoweit zwar deutlich gesenkt, allerdings sind tunlichst Fehler zu vermeiden, die gerade Auswirkungen auf die konkreten Beitragspflichten der Wohnungseigentümer haben werden. Nach wie vor werden daher die von der Rechtsprechung in den letzten Jahrzehnten entwickelten Grundsätze über die Abrechnung als reine Einnahmen-/Ausgabenrechnung und die Kostenverteilung zu berücksichtigen sein.

Mit Blick auf das Informationsinteresse der Wohnungseigentümer über die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Eigentümergemeinschaft, wird der Verwalter verpflichtet sein, jährlich einen Vermögensbericht zu erstellen. In erster Linie hat der Vermögensbericht jeweils den Ist-Stand der Erhaltungsrücklage, weiterer gebildeter Rücklagen und das tatsächlich vorhandene Vermögen anzugeben, also Forderungen und Verbindlichkeiten der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer gegen einzelne Wohnungseigentümer und außenstehende Dritte.

In dieser Schulung werden Ihnen Schritt für Schritt die Neuerungen sowie die weiterhin maßgeblichen inhaltlichen Anforderungen an die Jahresabrechnung anhand einer Musterabrechnung und die inhaltlichen Anforderungen an den Vermögensbericht ebenfalls anhand eines Musters anschaulich und verständlich erläutert.

Inhalte des Online-Seminars

1. Abrechnungsspitze als Beschlussgegenstand

2. Verhältnis Jahresabrechnung zum Wirtschaftsplan

3. Verhältnis Jahresabrechnung zum Vermögensbericht

4. Formbild der Jahresabrechnung

  • Jahresgesamtabrechnung
  • Jahreseinzelabrechnungen
  • "Kombinierte" Jahresabrechnung

5. Darstellung der Einnahmen

  • Grundsätze
  • Periodenfremde Einnahmen

6. Darstellung der Ausgaben

  • Grundsätze
  • Periodenfremde Ausgaben
  • Heiz- und Warmwasserkosten
  • Verfahrenskosten
  • Einzelbelastung von Wohnungseigentümern
  • Kreditaufnahme

7. Schlüssigkeitskontrolle

8. Mehrhausanlagen

9. Umsatzsteuer

10. Optionale Bestandteile

  • Darstellung der Entwicklung der Erhaltungsrücklage
  • Darstellung der Bankkonten
  • Ausweis haushaltsnaher Dienstleistungen

11. Vermögensbericht

  • Bestand der Erhaltungsrücklage und weiterer Rücklagen
  • Darstellung des vorhandenen Vermögens
  • Forderungen gegen einzelne Wohnungseigentümer
  • Forderungen gegen Dritte
  • Verbindlichkeiten der Gemeinschaft
  • Darstellung sonstiger Vermögensgegenstände

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